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	<title>Sprachen-Blog &#187; Etymologie</title>
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	<description>Das Leben ist wie die Grammatik: die Ausnahmen sind häufiger als die Regeln. (Remy de Gourmont)</description>
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		<title>Woher kommt der Altweibersommer?</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 10:07:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etymologie]]></category>
		<category><![CDATA[Altweibersommer]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Altweibersommer &#8211; mit ihm haben wir es derzeit zu tun. Um es vorweg zu nehmen: Nein, damit sind nicht jene Wochen im August gemeint, in denen sich betagte Damen an verschiedenen Strandabschnitten auf Gran Canaria mit entblößten Brüsten anderen &#8230; <a href="http://sprachen-blog.de/woher-kommt-der-altweibersommer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <strong>Altweibersommer</strong> &#8211; mit ihm haben wir es derzeit zu tun. Um es vorweg zu nehmen: Nein, damit sind nicht jene Wochen im August gemeint, in denen sich betagte Damen an verschiedenen Strandabschnitten auf Gran Canaria mit entblößten Brüsten anderen Menschen präsentieren &#8211; ob diese das sehen wollen oder nicht. Im Grunde seines Ursprungs hat der Begriff mit &#8220;Weibern&#8221; auch gar nichts zu tun.</p>
<p><span id="more-493"></span>Vielmehr bezeichnet man mit <em>&#8220;Altweibersommer&#8221;</em> ein Hochdruckgebiet im September, das meist mit dem Oktoberfest zusammenfällt (wenn die Feierwütigen Glück haben). Gemeint sind damit die herumfliegenden Spinnfäden, die man aufgrund des drastischen Temperaturunterschieds zwischen Tag und Nacht durch den Morgentau glitzern sieht. Mit <em>&#8220;weiben&#8221;</em> bezeichnete man im Althochdeutschen das Knüpfen von Spinnfäden. Die indogermanische Wurzel <em>*al</em> bedeutet im Grunde ihres Ursprungs <em>wachsen, wachsen machen, nähren</em>. Im Volksglauben hielt man die Spinnfäden lange für Gespinste von Elfen, Zwergen oder der Jungfrau Maria. Auch in anderen Ländern gibt es den <a title="Altweibersommer" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altweibersommer" target="_blank">Altweibersommer</a>.</p>
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		<title>Woher kommt der Schnee?</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 12:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etymologie]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>

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		<description><![CDATA[Das gemeingermanische Substantiv (Englisch: snow), mittelhochdeutsch sné, althochdeutsch snéo, gotisch snaiws, schwedisch snö entspricht gleichbedeutenden Wörtern anderer indogermanischer Sprachen, z. B. russisch sneg, griechisch nípha (νíφα), lateinisch nix. <a href="http://sprachen-blog.de/woher-kommt-der-schnee/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dumme Frage, vom Himmel natürlich. Derzeit gibt es wohl kaum jemanden, der noch nicht die Schnauze voll hat von der weißen Pracht.  Betreiben wir also mal ein bisschen Etymologie, passend zum klirrend kalten Winterwetter &#8230;</p>
<p><span id="more-406"></span></p>
<p>Das gemeingermanische Substantiv (Englisch: <em>snow</em>), mittelhochdeutsch <em>sné</em>, althochdeutsch <em>snéo</em>, gotisch <em>snaiws</em>, schwedisch <em>snö</em> entspricht gleichbedeutenden Wörtern anderer indogermanischer Sprachen, z. B. russisch <em>sneg</em>, griechisch <em>nípha (νíφα)</em>, lateinisch <em>nix</em>. Die indogermanische Wurzel *sneigh &#8211; schneien liegt auch dem ehemals starken Verb <strong>schneien</strong> zugrunde (mhd. <em>snien</em>, ahd./aengl. <em>sniwan</em>, aisl. in der unpersönlichen Form <em>snyr</em> (es schneit).</p>
<p>Die Wendung &#8220;<em>sich freuen wie ein Schneekönig</em>&#8221; bezieht sich auf den <a title="Zaunkönig" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zaunk%C3%B6nig">Zaunkönig</a>, der auch im Winter ein sehr munterer Geselle ist (ostmitteld. im 16. Jhdt. <em>schneeköning</em>).</p>
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		<title>Woher kommt der Vielfraß?</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 20:57:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etymologie]]></category>
		<category><![CDATA[Vielfraß]]></category>

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		<description><![CDATA[Blöde Frage, natürlich aus Nordmerika und Skandinavien. Da es hier aber um Sprachen geht, interessiert uns eher die etymologische Bedeutung des Wortes. Obwohl der Vielfraß nämlich tatsächlich kein Kostverächter ist, hat der Name in seinem Ursprung eigentlich eine ganz andere &#8230; <a href="http://sprachen-blog.de/woher-kommt-der-vielfras/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Blöde Frage, natürlich aus Nordmerika und Skandinavien. Da es hier aber um Sprachen geht, interessiert uns eher die etymologische Bedeutung des Wortes. Obwohl der Vielfraß nämlich tatsächlich kein Kostverächter ist, hat der Name in seinem Ursprung eigentlich eine ganz andere Bedeutung.</p>
<p><span id="more-404"></span></p>
<p>Das Wort kommt nämlich eigentlich aus dem altnorwegischen &#8220;<em>fieldfross</em>&#8220;, was soviel wie &#8220;Felsenkatze&#8221; bedeutet. Da der Vielfraß zu den Marderartigen gehört, wäre er mit dieser Interpretation sicherlich genauso beleidigt.</p>
<p>Im 15. Jahrhundert kam das Wort dann durch hanseatische Pelzhändler in unsere Breiten. Im mittelniederdeutschen machte man dann einfach aus dem Wort <em>die &#8220;velvratze</em>&#8220;, was schon dem &#8220;Vielfresser&#8221; entspricht.</p>
<p>Der Vielfraß hat seinen Namen also eigentlich einer Verwechslung zu verdanken. Guten Appetit!</p>
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		<title>Woher kommt der Januar?</title>
		<link>http://sprachen-blog.de/woher-kommt-der-januar/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 18:41:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etymologie]]></category>
		<category><![CDATA[Januar]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch der lateinische Torbogen/Durchgang = Ianus, hängt etymologisch mit unserem Januar zusammen. <a href="http://sprachen-blog.de/woher-kommt-der-januar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Streusalz geht zur Neige, die letzten Weihnachtsplätzchen ebenfalls und wenn ich so aus dem Fenster gucke, möchte ich nicht mal einen tiefgeforenen Quarkstreusel zum Schneeschnippen vor die Türe schicken. Was bleibt uns anderes übrig, als sich daheim einzumuckeln und mal darüber nachzudenken, woher eigentlich der Name &#8220;Januar&#8221; kommt.</p>
<p><span id="more-402"></span></p>
<p>Seit dem Jahr 153 v. Chr. wurde das römische Kalenderjahr nicht mehr von März bis Februar, sondern von Januar bis Dezember gerechnet. Demgemäß nannte man den Monat, der das Jahr einleitet (<em>mensis januaris</em>), nach dem altitalischen Gott Janus, dem Gott der Türen und Tore, symbolisch auch des Eingangs und des Jahresanfangs. Mit den anderen römischen Monatsnamen wurde in mittelhochdeutscher Zeit auch lat. <em>Ianuaris</em> entlehnt, das in seiner vorlateinischen Form <em>Jenuaris</em> zum <em>&#8220;Jänner&#8221;</em> wurde, den wir heute aus Österreich kennen. Auch der lateinische Torbogen/Durchgang = <em>Ianus</em>, hängt etymologisch mit unserem <em>Januar</em> zusammen.</p>
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		<title>Woher kommt eigentlich Weihnachten?</title>
		<link>http://sprachen-blog.de/woher-kommt-eigentlich-weihnachten/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 13:52:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etymologie]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsfest]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem 12. Jahrhundert ist die Zusammensetzung, die aus dem Adjektiv "weihen" in seiner Ursprungsbedeutung (ahd. wihen=weich=heilig, also heilig machen) und dem Substantiv "Nacht" belegt, auf Mittelhochdeutsch 'wihennaht'. Auch das Wort "Weihrauch" geht auf denselben Ursprung zurück. Die Form Weihnachten (mhd. wihennahten) beruht auf einem alten Dativ Plural: ze wihen nahten "in den heiligen Nächten". Damit waren ursprünglich die schon in germanischer Zeit als heilig gefeierten Mittwinternächte gemeint. <a href="http://sprachen-blog.de/woher-kommt-eigentlich-weihnachten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hat es vielleicht sogar der Weihnachtsmann gebracht? Wohl nicht. Aber betrachten wir das Wort doch mal von der etymologischen Seite.</p>
<p><span id="more-398"></span></p>
<p>Seit dem 12. Jahrhundert ist die Zusammensetzung, die aus dem Adjektiv &#8220;weihen&#8221; in seiner Ursprungsbedeutung (ahd. wihen=weich=heilig, also heilig machen) und dem Substantiv &#8220;Nacht&#8221; belegt, auf Mittelhochdeutsch &#8216;wihennaht&#8217;. Auch das Wort &#8220;Weihrauch&#8221; geht auf denselben Ursprung zurück. Die Form Weihnachten (mhd. wihennahten) beruht auf einem alten Dativ Plural: ze wihen nahten &#8220;in den heiligen Nächten&#8221;. Damit waren ursprünglich die schon in germanischer Zeit als heilig gefeierten Mittwinternächte gemeint.</p>
<p><strong>Der oder die Weihnachten?</strong></p>
<p>Heißt es nun eigentlich &#8220;Ich wünsche euch fröhliche Weihnachten!&#8221; oder &#8220;Ich wünsche euch ein frohes Weihnachten!&#8221; Der DUDEN erlaubt hier mehrere Möglichkeiten. Im Allgemeinen wird Weihnachten als Neutrum Singular angesehen: <strong>DAS Weihnachten</strong>. Regional fasst man Weihnachten aber oft als Plural auf: &#8220;<strong>Diese Weihnachten</strong> fliegen wir auf die Malediven und lassen Frosty auf dem Speicher.&#8221; Oder in der Reedewendung &#8220;Fröhliche Weihnachten!&#8221;</p>
<p><a title="John Grisham - das Fest" href="http://sprachen-blog.de/buechertipp-zu-weihnachten/">Eine amüsante Lektüre anlässlich der bevorstehenden Feiertage gibt es hier</a>.</p>
<p>In jedem Fall wünsche ich allen Lesern des Sprachen-Blogs ein frohes Weihnachtsfest!</p>
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		<title>Süßholz raspeln</title>
		<link>http://sprachen-blog.de/suessholz-raspeln/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 20:41:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etymologie]]></category>
		<category><![CDATA[Süßholz]]></category>

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		<description><![CDATA[Süßholz raspeln steht für "Schmeichelein sagen" und rührt von der Tatsache her, dass die zuckerhaltige Süßholzwurzel früher zur Herstellung von Arnzeien und Süßigkeiten geschabt bzw. geraspelt wurde. <a href="http://sprachen-blog.de/suessholz-raspeln/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Mopsrüde <em>Knuffi </em>seiner Angebeten <em>Schnuffi</em> übertrieben Honig (oder vielmehr Hundekuchen) ums Maul schmiert, dann <strong>raspelt er kräftig Süßholz</strong>. Aber woher kommt diese Redensart eigentlich?</p>
<p><span id="more-384"></span></p>
<p><strong>Süßholz raspeln</strong> steht für &#8220;<em>Schmeichelein sagen</em>&#8221; und rührt von der Tatsache her, dass die zuckerhaltige Süßholzwurzel früher zur Herstellung von Arnzeien und Süßigkeiten geschabt bzw. geraspelt wurde. Die <strong>Lakritze</strong> ist hier z. B. ein uns allen bekanntes Endprodukt. Die Bedeutung im Sinne von &#8220;<em>schmeicheln</em>&#8221; erschließt sich über das Wort &#8220;<em>süß</em>&#8221; im Sinne von &#8220;angenehm&#8221; und &#8220;liebenswürdig&#8221;.</p>
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		<title>Jemandem den Garaus machen</title>
		<link>http://sprachen-blog.de/jemandem-den-garaus-machen/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 08:53:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etymologie]]></category>
		<category><![CDATA[Sprichwörter]]></category>

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		<description><![CDATA[Jemandem den Garaus machen" - irgendwie schon ein komisches Sprichwort. Es bedeutet so viel wie "jemanden töten". Man benutzt und liest es häufig, aber woher kommt es eigentlich? <a href="http://sprachen-blog.de/jemandem-den-garaus-machen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Jemandem den Garaus machen&#8221; &#8211; irgendwie schon ein komisches Sprichwort. Es bedeutet so viel wie &#8220;jemanden töten&#8221;. Man benutzt und liest es häufig, aber woher kommt es eigentlich?</p>
<p><span id="more-381"></span></p>
<p>Ich muss ja zugeben, als Kind hab ich mir da immer vorgestellt, wie jemand den Herd ausmacht. Herd und gar, das gehört für mich irgendwie zusammen. Dabei geht das Sprichwort auf das 15. Jahrhundert zurück, genauer gesagt auf den Ausruf &#8220;gar aus!&#8221;, was so viel bedeutete wie &#8220;ganz aus!&#8221; In Süddeutschland wurde damit die Polizeistunde eingeläutet, also die Zeit, in der gastronomische Einrichtungen schließen müssen. Schließlich wurde der Ausdruck auf das Tagesende und den Glockenschlag übertragen, der das Tagesende angab.</p>
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		<title>Woher kommen eigentlich die ganzen Sprachen?</title>
		<link>http://sprachen-blog.de/woher-kommen-eigentlich-die-ganzen-sprachen/</link>
		<comments>http://sprachen-blog.de/woher-kommen-eigentlich-die-ganzen-sprachen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 21:48:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etymologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://sprachen-blog.de/?p=360</guid>
		<description><![CDATA[Keiner hat einfach alle Sprachen erfunden. Sie haben sich nach und nach über fast unvorstellbare Zeiträume entwickelt und entwickeln sich noch immer weiter. Allein das Deutsche von heute wird in 500 Jahren kaum mehr wiederzuerkennen sein. <a href="http://sprachen-blog.de/woher-kommen-eigentlich-die-ganzen-sprachen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<strong>Wer hat eigentlich all die Sprachen erfunden?</strong>&#8220;, fragte mich neulich ernsthaft jemand, dem ich erzählte, dass ich Sprachen studiert habe. Nette Vorstellung: Da sitzt einfach einer am Tisch und denkt sich Sprachen aus. Wörter, Grammatik, Rechtschreibung und verteilt sie dann an die verschiedenen Völker <img src='http://sprachen-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Immerhin haben wir es heute mit 6000 &#8211; 6500 verschiedenen Sprachen zu tun. Viel Arbeit für einen einzigen Mann.</p>
<p><span id="more-360"></span></p>
<p>Die Illusion musste ich ihm rauben: Keiner hat einfach alle Sprachen erfunden. Sie haben sich nach und nach über fast unvorstellbare Zeiträume entwickelt und entwickeln sich noch immer weiter. Allein das Deutsche von heute wird in 500 Jahren kaum mehr wiederzuerkennen sein. Sprachwissenschaftler, Indogermanisten und auch Genetiker befassen sich damit, die eine Ursprache herauszufinden, auf die unsere heutigen Sprachen zurückgehen. Dabei streiten die Forscher noch immer, ob es überhaupt DIE eine Ursprache gab, oder verschiedene Ursprachen. Ein nicht gerade einfaches Unterfangen, da wir hier von Zeiträumen von 100.000 &#8211; 150.000 Jahren bis zum ersten Wort ausgehen müssen. Und dass es aus diesen Zeiten noch keine überlieferten Schriftstücke gibt, macht die Sache nicht gerade leichter. Die Entwicklung der Schrift setzt erst etwa 4000 Jahre v.Chr. ein. Man muss sich also hier auf die Analyse der Sprechwerkzeuge und Knochen verlassen. Dabei kommen wir auch gleich schon ins Grübeln. Ab wann können wir überhaupt von einer Sprache sprechen? Ist das Grunzen eines Neandertalers am Lagerfeuer tatsächlich schon als eigene Sprache zu bezeichnen? Schauen wir uns die Definition von &#8220;Sprache&#8221; an:</p>
<blockquote><p>Als Form der Verständigung zwischen Menschen: Sprache in diesem Sinne bezeichnet die aus Wörtern bestehende, also <em>verbale Kommunikation</em> und damit die erfolgreichste Kommunikationsform des, neben nonverbalen Kommunikationsformen wie der Körpersprache. Sie wird akustisch durch Schallwellen (Lautketten) oder visuell-räumlich durch Gebärden (vgl. Gebärdensprache) oder haptisch durch taktile Gebärden oder durch Lormen übertragen.</p>
<p>Quelle: Wikipedia</p></blockquote>
<p>Gemäß dieser Definition könnte man also tatsächlich das Grunzen des Neandertalers, mit dem er sich verständlich machte, schon als Sprache bezeichnen. Die Entwicklung komplexerer Sprachen kann zeitlich etwa 10 &#8211; 15.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung angesiedelt werden. Und zwar zu dem Zeitpunkt, als die Menschen sesshaft wurden und begannen, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Nun blieben die Menschen aber nicht alle auf einem Fleck, sondern verteilten sich in grauer Vorzeit (wahrscheinlich von Afrika aus) in alle möglichen Länder. So differnzierten sich verschiedene Sprachfamilien heraus, z.B. die Familie der Afroasiatischen Sprachen mit den Semitischen Sprachen (Berberisch, Arabisch, Ägyptisch), die Indoeuropäischen Sprachen, zu denen außer dem Lateinischen, Griechischen, Französischen auch das Germanische (also Deutsche) gehört, Paläosibirische Sprachen und Nilosaharanische Sprachen (z.B. Nubisch). Die Einteilung der verschiedenen Sprachen wird von den Forschern regelmäßig umgeworfen, da sich neue Erkenntnisse ergeben, die Verwandschaftsbeziehungen mit der ein oder anderen Sprachgruppe wahrscheinlicher machen.</p>
<p>Die indoeuropäische Sprachfamilie, wozu auch das Deutsche gehört, wurde von den Forschern bisher am intensivsten untersucht. Indoeuropäisch oder Indogermanisch, die Bezeichnung rührt daher, dass sich nachweisen lässt, dass einzelne Wörter aus dem Germanischen Zweig eindeutig mit indischen Wörtern verwandt sind, dass es also trotz dieser immensen Entfernung eine gemeinsame Ursprache gegeben haben muss. Man kann das beispielsweise an dem Wort für &#8220;Vater&#8221; festmachen:</p>
<p><strong>Sanskrit</strong> (Indien): pitar</p>
<p><strong>Altgriechisch</strong>: pater</p>
<p><strong>Latein</strong>: pater</p>
<p><strong>Gotisch</strong> (Germanisch): fadar</p>
<p>Die Verwandtschaft der Wörter dürfte auch für Laien eindeutig zu sehen sein. Das &#8220;f&#8221; im Gotischen geht auf eine Lautverschiebung zurück (ptk-Verschiebung), die sich zu einem späteren Zeitpunkt vollzogen hat und die auch noch an anderen Wörtern zu erkennen ist. Dennoch geht auch dieses Wort auf denselben Stamm zurück. Auf der folgenden Grafik sieht man einmal die Aufspaltung der einzelnen Indogermanischen Sprachen:</p>
<div id="attachment_361" class="wp-caption alignleft" style="width: 514px"><img class="size-large wp-image-361" title="sprachen" src="http://sprachen-blog.de/wp-content/uploads/2009/06/sprachen-763x1024.jpg" alt="Indoeuropäische Sprachfamilie" width="504" height="675" /><p class="wp-caption-text">Indoeuropäische Sprachfamilie</p></div>
<p><em>Quelle: Spektrum der Wissenschaft Spezial, Die Evolution der Sprachen, S. 51</em><br />
Die Entwicklung der Sprachen vollständig zu beschreiben wäre nicht nur ein abendfüllendes Programm. Daher möchte ich an dieser Stelle ein paar weiterführende Informationen geben:<br />
<strong>Mittwoch, 17. 06. 2009 auf arte</strong> um 10:50h (ich weiß, für Arbeitnehmer nicht gerade der beste Sendeplatz, aber aufzeichnen lohnt sich!): <a title="Die Entwicklung der Sprache" href="http://www.arte.tv/de/programm/242,day=5,dayPeriod=morning,week=25,year=2009.html">Die Entwicklung der Sprache</a><br />
Weiter geht es mit Amazon: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3406551203?ie=UTF8&amp;tag=sprachenblogd-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3406551203">Weltgeschichte der Sprachen: Von der Frühzeit des Menschen bis zur Gegenwart</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=sprachenblogd-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3406551203" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>und <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3936278571?ie=UTF8&amp;tag=sprachenblogd-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3936278571">Spektrum der Wissenschaft. Dossier-ND 1/2004: Die Evolution der Sprachen</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=sprachenblogd-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3936278571" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Woher kommt Fronleichnam?</title>
		<link>http://sprachen-blog.de/woher-kommt-fronleichnam/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 09:49:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etymologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wort "Fron" geht aufs Althochdeutsche zurück (frono) und bedeutet "Besitz", was wiederum mit dem Althochdeutschen Wort "fro" für "Herr, Gott" zusammenhängt. Daraus entwickelte sich ein Adjektiv, das im Mittelhochdeutschen als "vron" in der doppelten Bedeutung "göttlich" und "herrschaftlich, öffentlich" erscheint. <a href="http://sprachen-blog.de/woher-kommt-fronleichnam/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie es aussieht, arbeite ich hier in letzter Zeit nur noch die Feiertage ab. Aber ich hoffe, ich komme bald mal zu meinem geplanten Kurs in Altgriechisch. Woher kommt also nun eigentlich <strong>Fronleichnam</strong>?</p>
<p><span id="more-359"></span></p>
<p>Das Wort &#8220;Fron&#8221; geht aufs Althochdeutsche zurück (frono) und bedeutet &#8220;Besitz&#8221;, was wiederum mit dem Althochdeutschen Wort &#8220;fro&#8221; für &#8220;Herr, Gott&#8221; zusammenhängt. Daraus entwickelte sich ein Adjektiv, das im Mittelhochdeutschen als &#8220;vron&#8221; in der doppelten Bedeutung &#8220;göttlich&#8221; und &#8220;herrschaftlich, öffentlich&#8221; erscheint.</p>
<p>Fronleichnam geht nun also auf das Mittelhochdeutsche &#8220;vronlicham&#8221; zurück, der vrone licham und bezeichnete die Hostie als Leib des Herrn.</p>
<p>Verwandte Wörter kennen wir auch, z.B. den Fronboten (Gerichtsboten), Frondienst (Herrschaftsdienst) und fronen (harte Arbeit leisten).</p>
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		<title>Pfingsten &#8211; woher kommt eigentlich Pfingsten?</title>
		<link>http://sprachen-blog.de/pfingsten-woher-kommt-eigentlich-pfingsten/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 09:37:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etymologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Pfingstfest ist dadurch bekannt, dass es 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. An diesem Tag soll der Heilige Geist entstanden sein. Das Fest und das Wort an sich ist aber eigentlich noch gar nicht so alt, so wird es erst in mittelhochdeutscher Zeit (pfingesten) bezeugt. <a href="http://sprachen-blog.de/pfingsten-woher-kommt-eigentlich-pfingsten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir neulich die Herkunft von <a title="woher kommt ostern?" href="http://sprachen-blog.de/ostern-woher-kommt-eigentlich-ostern/">Ostern</a> schon hinreichend geklärt haben, machen wir uns einfach mal dran, das Pfingstfest etymologisch zu durchleuchten. Woher kommt das Wort?</p>
<p><span id="more-358"></span></p>
<p>Das <strong>Pfingstfest</strong> ist dadurch bekannt, dass es 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. An diesem Tag soll der Heilige Geist entstanden sein. Das Fest und das Wort an sich ist aber eigentlich noch gar nicht so alt, so wird es erst in mittelhochdeutscher Zeit (pfingesten) bezeugt. Die Entlehnung des Wortes folgt allerdings &#8211; wie könnte es auch anders sein &#8211; aus dem Griechischen: πεντηκοστος (ἡμερἀ) = pentekostos (hemera), was eben &#8220;der fünfzigste Tag&#8221; (nach Ostern) bedeutet.</p>
<p>In anderen Sprachen sehen wir die Wortherkunft noch viel deutlicher:</p>
<p><strong>Englisch</strong>: pentecost</p>
<p><strong>Französisch</strong>: Pentecôte</p>
<p><strong>Spanisch</strong>: Pentecostés</p>
<p>Fröhliches Pfingstfeiertage!</p>
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