Archiv der Kategorie: Etymologie

Jemandem die Leviten lesen

Die Wendung kommt aus dem 8. Jahrhundert und geht auf das Mönchswesen zurück. In bestimmten Andachts- und Bußübungen der Benediktiner wurden oftmals Texte aus der Bibel vorgelesen, häufig aus dem dritten Buch Moses (Levitikus), welches vor allem Verhaltensmaßregeln für Priester (Leviten) enthält. Nach der Lesung gab es häufig noch Strafpredigten, um die verwilderte Geistlichkeit im Zaum zu halten. Somit wurde das Lesen des “Levitikus” leicht mit einer Moral- und Strafpredigt assoziiert, für was es heute noch steht. Weiterlesen

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ba ba ba – das Imperfekt ist da

Wer nun einmal die Augen zumacht und nacheinander “fa” und dann “war” spricht, der merkt, dass zwischen den Lauten kein großer Unterschied besteht. Später wurde “amans b(h)am” dann zusammengeschrieben, das “ns” fiel unter der Dehnung des vorhergehenden Vokals weg und heraus kam dabei kein Teletubbi, sondern die Form “amabam”, in seiner Urbedeutung also im Grunde: Ich war am Lieben. Weiterlesen

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Die Kastanien aus dem Feuer holen

Für jemanden “die Kastanien aus dem Feuer holen” bedeutet, dass man einem anderen zuliebe etwas Unangenehmes oder Gefährliches erledigt. Und oft bedankt sich der andere nicht mal, eher bekommt man noch Ärger dafür, dass man ihm diesen Gefallen getan hat. Weiterlesen

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Etwas aus dem Ärmel schütteln

Im Mittelalter waren die Kleidungsstücke oftmals sehr weit und dienten somit auch als Taschen. Man konnte also leicht dort Geld, einen Brief, Werkzeug oder irgendetwas anderes aus dem Ärmel schütteln (im wahrsten Sinne des Wortes). Bei der Entstehung der Wendung haben auch die weiten Ärmel der Zauberer und Taschenspieler eine Rolle gespielt. Weiterlesen

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