False friends: wenn – when

Wenn das Wörtchen “when” nicht wär, gefiel mir Englisch noch viel mehr.

Denn hierbei handelt es sich um einen beliebten Stolperstein für Deutsche, die Englisch lernen oder dies versuchen. Warum? Ganz einfach, weil wir im Deutschen oftmals keinen Unterschied zwischen dem temporalen (zeitlichen) und dem konditionalen (bedingenden) “wenn” machen.

Ein kleines Beispiel:

1. Wenn ich im Lotto gewänne, würde ich mir einen nagelneuen Mops kaufen. (Konditionales “wenn”)

2. Wenn es regnet, gehe ich nicht aus dem Haus. (Temporales “wenn”)

Daran sieht man, dass wir im Deutschen ganz einfach IMMER und zu jeder Gelegenheit das Wörtchen “wenn” benutzen, wenn, wenn, wenn. Wollen wir nun aber einen solchen Satz ins Englische Übersetzen, kommt es zu einem Problem, denn die lieben Engländer differenzieren hier eindeutig zwischen konditionalem und temporalem “wenn”.

Übersetzen wir die beiden Sätze:

1. If I won in the lottery, I would buy a brand new mops.

2. When(ever) it rains, I don’t leave the house.

Im Englischen wird der Konditionalsatz also immer mit “if” gebildet und nicht mit “when“. Wie kann man das nun besser unterscheiden? Nun, am Besten arbeitet man hier mit Synonymen: Kann man im Deutschen statt “wenn” das Wörtchen “falls” einsetzen, muss man im Englischen “if” benutzen (Falls ich im Lotto gewänne, …).

Kann man “wenn” mit “immer, wenn/wann immer” (Immer, wenn es regnet, bleibe ich zu Haus.), “als” (Als ich zu ihm kam…), oder “wann” (Wann hast Du Deine Hausaufgaben gemacht?) ersetzen, ist im der englischen Übersetzung “when” fällig.

Und wenn es jetzt nicht gleich Mittagessen gäbe, würde ich sicher noch viele weitere Beispiele schreiben…

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