If need be – the present subjunctive

Für Keronipha Lenz:

Obwohl nur noch äußerst selten und dann meist in festen Floskeln und Redewendungen verwendet, kennt auch das Englische einen subjunctive.  Wie immer, wenn wir 2 Sprachen vergleichen, dürfen wir auch den englischen subjunctive nicht mit dem deutschen Konjunktiv in einen Topf werfen und umrühren. Sonst könnte dabei nämlich ein Teletubbi rauskommen, oder, noch schlimmer: Hafergrütze. Der englische subjunctive hat in seiner ursprünglichen Form nämlich mehr mit dem romanischen Äquivalent zu tun und wird von bestimmten Verben oder Konstruktionen ausgelöst. Er schaut aus wie ein normaler Infinitiv, nur ohne “to”. Der subjunctive von “to be” ist also “be”.

Ein paar Beispiele:

  • The queen lives here (simple present)
  • Long live the queen! (present subjunctive)
  • God bless you!
  • Heaven forbid!
  • He behaves, as though he were the owner. (past subjunctive)

Soweit so deutsch, kommen wir zu den Abweichungen:

  • If need be we can always bring bring another car (= if it is necessary)

Der subjunctive wird oftmals auch in der Lyrik oder in Dramen verwendet, um einen Wunsch auszudrücken, bzw. in Konditional- oder Konzessivsätzen:

  • If this be error, and upon me proved (= if this is error…)
  • Though the heart be still as loving (=though the heart is…)

Money, if it does not bring you happiness, will at least help you be miserable in comfort. (dass Du sein mögest …)

Ebenso nach bestimmten Verben wie suggest, propose, ask, request, demand, insist):

  • I suggested she look for another job
  • He demanded that the meeting take place within a week

Und nach Konstruktionen wie it’s important/vital/essential:

  • It is vital that the deadline be met

Und zu guter Letzt noch eine Empfehlung für eine hervorragende Englisch-Grammatik:

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12 Antworten auf If need be – the present subjunctive

  1. Manuela Fuchs sagt:

    Is ja alles gut und schön. And if I were an expert, I could easily answer this question, but:

    “Money, if it does not bring you happiness, will at least help you be miserable in comfort.”

    müsste es da nicht heißen: Money, If it did not bring you happiness, will at least help …?
    Und dann doch entweder “to be” oder “being”, weil es ohne Einschub ja hieße.

    money will at least help you … (eben nicht “möge dir helfen”, sondern “wird dir helfen”)

  2. Frank sagt:

    Hallo Phrau Phux,

    Ihre Version geht auch, es kommt eben darauf an, was der Sprecher/Dichter ausdrücken will.

    Man kann ja auch im Deutschen sagen: Wenn es Dir schon keine Freude bereitet, so möge es dir (wenigstens) helfen … (hört sich im Deutschen halt etwas gestelzt an)

    Ebenso wie: “Wenn es Dir (bisher) keine Freude bereitet hat, so wird es Dir (künftig) wenigstens helfen … zu sein.

    In letzterem Fall würde ich tatsächlich auch den Indikativ (Infinitiv) nehmen.

    Dichterische Freiheit, würd ich sagen.

  3. Keronipha sagt:

    Blessed be thy blog ;-)
    Also einen Optativ würde ich da tatsächlich nicht herauslesen, deshalb hat mir mein Schnellstudium des Subjunktiv in diesem Falle auch erstmal nicht geholfen. Etwas frei würde ich übersetzen
    “Wenn Geld schon nicht glücklich macht, macht es einem das Unglück wenigstens komfortabel.”
    Also sehr feststellend – wie Kalendersprüche eben so sind.
    Immerhin weiß ich jetzt, dass ich einen amerikanischen Qualitätskalender – jetzt auch mit Suzbjunktiv! – besitze.
    Und jemanden kenne, der den Subjunktiv als Freund hat. Wie schön!

  4. Frank sagt:

    Thank thou,

    ja, wortwörtlich kann man das nicht übersetzen. Ich nehm in erster Instanz an, dass der Wunsch hier Vater des subjunctive war und in zweiter bleibt auch noch der Konditionalsatz. Aus phreien Stücken hätte hier wohl auch kein Deutscher den subjunctive genommen. Hauptsache, wir wissen was gemeint ist und Keronipha hat einen neuen Freund.

    Subjekt des subjunctive (das hab ich noch nie gesagt) ist übrigens nicht money, sondern you.

  5. SvK sagt:

    Lieber Kranph, am meisten beeindruphpht mich die Uhrzeit auk Deinem Blog…

  6. Frank sagt:

    Ja, mittelakriphanische Standartzeit. Ich wusste, dass Dich der subjunphtike nicht beeindrucphen würde, deswegen hab ich das schnell so eingestellt.

  7. Keronipha sagt:

    > Subjekt des subjunctive (das hab ich noch nie gesagt) ist übrigens nicht money, sondern you.

    Ha? Money will help you be…. dachte ich

  8. Frank sagt:

    Geld wird Dir helfen, dass Du wenigstens in Luxus/Komfort unglücklich seist/sein mögest… (daher auch so nicht gescheit wörtlich zu übersetzen, sondern nur sinngemäß)

  9. Keronipha sagt:

    OK, kapiert. Das muss man aber wollen.

  10. Eki sagt:

    Wenn schon im Deutschkorum phein Mensch ist (nur der neue Eso-Heinzi) und im Phuschelkorum schon zweimal pheiner, dann
    phomme ich eben hierher und sage:
    Ich glaube, dass Kranph ein Schenie ist.
    Jawoll.

    Gute Nacht!
    (Ich habe nicht irgendeine akriphanische Zeit, hier ist es 3/4 11.
    Am Abend.
    Jetzt könnt ihr Piekphes wieder raten, wie spät das ist. Die Stekki
    ist nur Teilpiekphe, die versteht das.)

  11. Frank sagt:

    Hallo Eki, hier ist es auch phuschelig :-)

    Die akriphanische Zeit hab ich nur kür Stekki gemacht, weil die am subjunphtike gar nicht interessiert war.

    Kreut mich, dass Du noch korbeigephuschelt phommst.

    Gute Nacht!

    Kranph

  12. Zocher sagt:

    Die kuriose Juristensprache
    Nicht nur die Veröffentlichung “Deutsch für Juristen” von Schmucker deutet darauf hin, dass die Sprache der Juristen zu wünschen übrig lässt. Es handelt sich nicht nur um eine Art Fachsprache, die anderen nicht zugänglich ist, sondern sie haben ein anderes Verständnis von manchen Dingen. Sie leben oft in einer anderen Welt. Fachsprache, wie diese und die Fachsprache der Ärzte bedeutet Herrschaftswissen natürlich auch. Auch sei bei ihnen wohl weniger mehr, d.h. sie sind zu gesprächig. Lange komplizierte und verschachtelte Sätze sind für viele zu unverständlich.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Juristische_Fachsprache

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