Japanisch für Alleinerziehende

Alleinerziehende Japanerinnen/Japaner haben ein ganz besonderes Problem mit ihren Schützlingen – und zwar ein sprachliches.

Dass Männer und Frauen nicht immer dasselbe meinen, wenn sie was sagen, wissen wir nicht erst seit Mario Barth:

Frau: “Du erinnerst mich total an meinen Vater.” (Gemeint ist: “Du bist ganz schön fett geworden.”)

Frau: “Ich hab Kopfschmerzen.” (Gemeint ist: “Ich hab zwar Lust auf Sex, aber nicht mit Dir.”)

Frau: “Meine Mutter bleibt für eine Woche.” (Gemeint ist: “Such Dir eine neue Wohnung, ich will die Scheidung.”)

Die Japaner treiben es allerdings ein wenig auf die Spitze, denn sie haben für Männlein und Weiblein zwei unterschiedliche Sprachen. Das Problem ist nun, dass ein von einer japanischen Frau großgezogener Junge, der keinen Kontakt zu anderen japanischen männlichen Wesen hat, nur die “Mädchensprache” lernt. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt, für ein Mädchen, das von einem Mann großgezogen wird. In seinem Heimatland wird der Junge nun nur Spott und Häme ernten, wenn er sich äußert. So sagen Mädchen für “Ich werde morgen kommen” “Ashita-Kimasu-Wa” während es in der Männersprache “Ashita-Kuru-Zo” heißt. Ein männlicher Japaner, der sich also in der erstgenannten Art äußert, wird von den anderen angesehen, als hätte ein rosa Tüllröckchen an. Aus diesem Grund tun sich alleinerziehende Japaner in Deutschland oftmals zusammen, um den Kindern eine geschlechterspezifische Sprachausbildung zu ermöglichen.

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