Peinlicher Übersetzungsfehler – ich hab mir in die Hose gekackt

Sicherlich erinnern sich noch viele an den kleinen Offroader von Mitsubishi. Findige Marketingexperten gaben ihm damals den klangvollen Namen “Pajero”. Soweit so gut, bis man sich über den mäßigen Absatz in spanischsprachigen Ländern wunderte.

Was man nämlich nicht bedacht hatte: “Pajero” heißt auf Spanisch “kleiner Wichser”  – und wer will schon mit einem kleinen Wichser umherfahren? Auch der Lada Nova erzeugt im Spanischen merkwürdige Assoziationen: Lada no va (Lada funktioniert nicht). Die Werbefachleute von Nintendo haben wohl lange am Namen der neuen Wii-Station geschraubt, allerdings nicht darauf geachtet, dass man im Englischen das Gerät leicht als Nintendo-Pipi verstehen könnte. In einem Forum fand ich neulich die Vorstellung einer neuen Webseite. Nettes Layout und solide strukturiert, aber wer des Lateinischen mächtig ist, kann sich beim Aufrufen der Domain sicher kein Schmunzeln verkneifen – “abitos” – die Weggehenden (Partizip von “abire”, wovon sich im Übrigen auch unser deutsches Abitur ableitet.)

Aber es geht noch besser. Ein japanischer Hersteller für Gemüse und Obst nennt sich “Kagome”. Dummerweise wird dieser Firmenname in Portugal und Teilen Spaniens als “ich hab mir in die Hose gekackt” verstanden, was für einen Lebensmittelproduzenten nicht gerade absatzfördernd sein dürfte. Der MP3-Player von Trekstor mit der rassistischen Bezeichnung i.Beat-Blaxx wurde kurz nach seiner Veröffentlichung wenigstens wieder umbenannt in Blaxx.

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4 Antworten auf Peinlicher Übersetzungsfehler – ich hab mir in die Hose gekackt

  1. Martin sagt:

    haha, das sind ja lustige anekdoten aus der welt der sprachen :)

  2. realkontrol sagt:

    Einfach unglaublich aber trotzdem belustigend, wie wenig Marketing-Fachleute vor der Namensgebung für international zu vertreibende Produkte recherchieren. Im Gegensatz dazu machen genau diese “Sprachgenies” es mancher Übersetzungsagentur schwer, da auf Biegen und Brechen versucht wird Fehler in der Übersetzung zu finden.

  3. Paul sagt:

    Bei den Marken sollte man schon etwas genauer schauen, was der Name für eine Bedeutung hat :D

  4. Stephan sagt:

    Spanischsprachige werden in einem der bekanntesten Supermärkte in der Schweiz, Migros, kaum das Risiko eingehen, die Frühstücksflocken-Packung mit der von Tiernahrung zu verwechseln. Dafür sorgt der in grossen Lettern auf der Packung erscheinende Name “Asco”, was auf spanisch “Ekel” bedeuted. Zum Glück verstehen es die Hunde nicht.

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