Raus aus den Schulden! Hellas – ein neuer Fall für Peter Zwegat

Ein neuer Fall für Peter Zwegat. Hellas, Vater von 10,7 Millionen Kindern, weiß nicht mehr weiter. Jahrelang lebte die Großfamilie in Saus und Braus, doch nun wird sie gnadenlos von ihrer zügellosen Vergangenheit eingeholt.

Peter Zwegat - Raus aus den Schulden! Hellas, ein neuer Fall für Peter Zwegat.

Peter Zwegat - Raus aus den Schulden! Hellas, ein neuer Fall für Peter Zwegat.

Mutter Aphrodite verließ die völlig überschuldete Familie bereits vor einem Jahr, um sich einen solventeren Staat zu angeln, von Beruf Rohstoffexporteur. Täglich verwöhnt dieser sie nun aufs Neue mit den kostbarsten Bodenschätzen dieser Welt. Von Ehemann Hellas wurde sie in dieser Hinsicht jahrelang sträflich vernachlässigt.

Hellas ist am Ende. Seinen 250.000 schulpflichtigen Kindern hat er bereits das Schulgeld gestrichen und die hauseigenen Bediensteten müssen jetzt auf eigene Rechnung anschaffen gehen, trotzdem langt es hinten und vorne nicht. Wird Peter Zwegat diesen drastischen Fall lösen können?

Peter Zwegat: Guten Tag Hellas, wie kann ich Ihnen helfen?

Hellas: Guten Tag, Herr Zwegat. Ich weiß auch nicht, ich brauch einfach mehr Geld.

Peter Zwegat: (Hö hö), brauchen wir das nicht alle? Spaß beiseite. Wie hoch sind denn ihre Schulden zur Zeit?

Hellas: Hm, gute Frage, weiß nicht so genau. 300 oder 500 Milliarden Euro, ist das so wichtig? Ich hab irgendwann einfach den Überblick verloren und mir kommts in der Regel auf eine Milliarde mehr oder weniger nicht so an.

Peter Zwegat: Ui, das ist ja ein hübsches Sümmchen. Und was sagt die EU dazu?

Hellas: Wozu?

Peter Zwegat: Na zu dem Schuldenberg!

Hellas: Berg ist jetzt aber doch etwas übertrieben, oder?

Peter Zwegat: Ansichtsache. Also, was sagt die EU dazu? Sie wussten doch, dass Sie sich in Ihrem neuen Job an bestimmte Stabilitätskriterien zu halten haben?

Hellas: Stabili … was? Achso, naja ich hab irgendwann die ganzen blauen Briefe der Kommission gar nicht mehr aufgemacht. Meine Frau hat sie in die Akropolis geschleppt und irgendwann ham wir sie in der Ägäis versenkt.

Peter Zwegat: WAS?! Himmel hilf! Wie soll ich denn jetzt nachvollziehen, was Sie Ihren Gläubigern alles schulden?

Hellas: Weiß ich nicht, is doch egal.

Peter Zwegat: Herr Hellas, so geht das nicht. Sie haben jahrelang weit über Ihre Verhältnisse gelebt. Das muss sich ändern. Sie brauchen einen Nebenjob.

Hellas: Mein Gott, heutzutage hat doch jeder eine staatlich geförderte Playstation und ein 22. Monatsgehalt. Das kann uns doch wirklich nicht so reingerissen haben.

Peter Zwegat: Das nicht allein, aber ein Taschengeld von vorneweg 90.000 Euro pro Kind ist doch ein wenig viel, oder?

Hellas: Jetzt seien Sie doch nicht so. Stafrolos und Papandropulous haben ADHS im Endstadium. Wenn die nicht kriegen was sie wollen, fangen die an zu schreien und hören nie wieder auf!

Peter Zwegat: Das ist ein Argument.

Hellas: Sehen Sie.

Peter Zwegat: Aber es bringt uns nicht weiter! Was ist mit dem Nebenjob?

Hellas: Keine Lust. Ich mach schon was im Tourismus.

Peter Zwegat: Und was kommt dabei rum?

Hellas: So 3,9.

Peter Zwegat: 3,9 was?

Hellas: 3,9 Milliarden.

Peter Zwegat: Im Monat?

Hellas: Im Jahr!

Peter Zwegat: Herr Hellas, wollen Sie mich verkohlen?? * (Peter Zwegat holt das Flipchart raus und zückt den Stift) * Ihre Staatseinnahmen sind in den ersten 9 Monaten dieses Jahres um 1,9 Milliarden zurückgegangen, dafür stiegen ihre Ausgaben um 2,7 Milliarden Euro. Nennen Sie das ein vernünftiges Wirtschaften?

Hellas: * (kriegt beim Anblick das Flipcharts feuchte Augen und fängt leicht an zu stottern) * Äääh, dass es so schlimm ist, hätte ich auch nicht gedacht! Onkel Evangelos Venizelos hat gesagt, das wird alles schon wieder, wir lassen es halt mal auf uns zukommen *schluchz*

Peter Zwegat: Woher kriegen Sie das restliche Geld?

Hellas: Von der EU.

Peter Zwegat: Verstehe. Und, wird die nicht irgendwann mal misstrauisch?

Hellas: Nö. Ich muss nur lieb gucken und sagen, dass Komelia und Zappelopulous Hunger haben, dann kommt wieder was.

Peter Zwegat: Herr Hellas, ich will ehrlich sein. Die Lage sieht nicht gut aus für Sie. Aber ich habe bereits eine Lösung. * (Peter Zwegat klappt das Flipchart zu) *. Ich habe mit Ihrer Hausbank telefoniert und meine Beziehungen spielen lassen. Sie gewährt Ihnen einen weiteren Kredit über 109 Milliarden Euro. Was sagen Sie nun?

Hellas: Oh fein! (klatscht verzückt in die Hände). Herr Zwegat, Sie sind ein Schatz! Und damit sind nun all meine Probleme gelöst?

Peter Zwegat: Alle.

Hellas: Unfassbar! Herzlichen Dank, mit einer so schnellen Hilfe hätte ich nicht gerechnet.

Peter Zwegat: Keine Ursache, ich wollte nur mal ins Fernsehen.

Hellas: Auf Wiedersehen.

Peter Zwegat: Heute ist nicht aller Tage. Ich komm bald wieder – keine Frage.

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