Sprachenlernen für Fortgeschrittene (2): Fremdsprachige Bücher

Wie von Ute schon nach meinem letzten Beitrag über das Sprachenlernen mit zweisprachigen Ausgaben angesprochen, kann man natürlich auch mit fremdsprachigen Büchern seine Sprachkenntnisse perfektionieren. Mein einziger Tipp hierzu:


Das Thema muss einen interessieren. Interessiert man sich für Modellbau, kann man ja Bücher hierüber in der Fremdsprache lesen, ist es z.B. Yoga, gibt es auch dazu genügend Material in allen Sprachen. Es ist völlig egal, um was es sich handelt. Das Wichtigste ist, dass man sich für das Thema interessiert, denn dann merkt man sich die neuen Wörter am Besten. Dank Amazon sind der Suche nach allen möglichen Büchern ja keine Grenzen mehr gesetzt, wenn ich es auch bevorzuge, in der Buchhandlung meines Vertrauens nach echten Papierbüchern zu stöbern. Ich mag zum Beispiel Abenteuerromane, die richtig spannend sind und viel mit Natur zu tun haben. Durch meine Ausbildung zum Webdesigner in Brighton hab ich allerdings natürlich auch viel Fachliteratur auf Englisch hier, denn gerade in diesem Bereich muss man immer am Ball bleiben. Für den Anfang finde ich diese Bücher aus der Reihe Compact nicht übel. Es handelt sich hierbei um kleine Geschichten und “Lernkrimis”, die mit Übungen zu Grammatik und Vokabeln unterbrochen werden. Nach jedem Kapitel gibt es also ein paar Fragen zu den grammatischen Phänomenen, die im Text vorkamen oder es geht um neues Vokabular. Im Anhang sind die Lösungen zu den Übungen, sodass man sich ganz einfach selbst kontrollieren kann. Wer schnell seine Sprachkenntnisse wieder auffrischen will, ist mit diesen Büchlein bestens bedient. Wenn man dann zu richtigen Romanen übergeht, ist es immer gut, ein Wörterbuch parat zu haben und die unbekannten Wörter alle nachzuschlagen. Auch wenn es sich vielleicht etwas mühselig anhört, es lohnt sich wirklich. Viele glauben zwar, dass man das Meiste aber auch aus dem Kontext versteht, aber oftmals ist das ein Trugschluss. Man denkt dann zwar, dass ein Wort diese oder jene Bedeutung haben könnte, im Grunde lautet die korrekte Übersetzung aber eigentlich ganz anders. Auch hierbei hab ich wieder einen Bleistift dabei und schreibe mir die neuen Wörter obendrüber. Sehr praktisch, wenn man das Buch irgendwann nochmal auspackt, dann hat man schon keine Mühe mehr und kann den Text flüssig durchlesen. Wenn man dann mal so einen Roman von 350 Seiten durchgeackert und alles verstanden hat, kann man schon von sich behaupten die neue Sprache recht sicher zu beherrschen und auch ein bisschen stolz auf sich sein.

Für Leute, die gerne am Puls der Zeit sind, ist die Reihe aus dem Spotlight-Verlag zu empfehlen. Mit der Spotlight auf Englisch fing alles an, mittlerweile gibt es die Ausgaben auch auf Spanisch, Französisch und Italienisch. Es handelt sich hierbei um Zeitschriften, die über aktuelle Ereignisse aus den jeweiligen Ländern berichten. Wenn also z.B. gerade Wahlen in Frankreich sind, wird man mit Sicherheit einen Artikel über Sarkozy & Co darin finden. Das Besondere an diesen Zeitschriften ist nun, dass neue oder von der Redaktion als schwierig erachtete Wörter in einem Kasten am Fuße des Artikels übersetzt sind. So kann man auch durchaus schwere Artikel z.B. aus der Le Monde oder New York Times gut verstehen. Gleichzeitig lernt man natürlich jede Menge neuer und aktueller Wörter dabei. In der Mitte des Heftes gibt es immer eine große Grammatiksektion mit Übungen und kleinen Karteikarten zu false friends etc. Es lohnt sich also wirklich, sich so eine Zeitschrift mal zuzulegen und anzuschauen.

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