Grammatik für Dummies (5): Pronomen

Grammatik für DummiesIm Deutschunterricht versucht die Lehrerin den Schülern durch Beispiele die Zeiten zu erläutern.
Lehrerin: “Wenn ich sage: “Ich bin schön, welche Zeit ist das?” Fritzchen antwortet: “Vergangenheit!”

Weiter geht es mit ein wenig Grammatik. Nachdem wir letztes Mal im vierten Teil das Adverb durch den Kakao gezogen haben, kommen heute mal die Pronomen an die Reihe. Pronomen wurden von Frau Bratapfel als Fürwörter bezeichnet. So die deutsche Übersetzung dieses lateinischen Ausdrucks. Ein Pronomen steht also FÜR ein anderes Wort. Das lässt sich anhand eines Beispiels verdeutlichen: Der Mopszüchter [Er]  gab dem Mopsdieb [ihm] eine Ohrfeige. Die kleinen Wörtchen in den eckigen Klammern können alternativ für die Substantive stehen und sind somit Pronomen. Demnach sind sie auch deklinabel und werden gebeugt. Je nach ihrer Bedeutung unterscheidet man nun folgende Arten von Pronomen:

Personalpronomen (persönliches Fürwort): ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie

Beispiel: Ich (Nominativ) kaufe mir (Dativ) einen Regenschirm und gedenke ihrer (Genitiv).

Reflexivpronomen (rückbezügliches Fürwort): sich

Beispiel: Ich wasche mich (Akkusativ). Du greifst dir (Dativ) an den Kopf. Ottos Mops kratzt sich (Akkusativ).

Das Reflexivpronomen bezeichnet dieselbe Person oder Sache wie die im Subjekt genannte. In Numerus (Zahl) und Genus (Geschlecht) stimmt es daher mit ihm überein. Der Kasus (Fall) hängt vom Verb oder der Präposition ab, bei dem das Reflexivpronomen steht: Ich kaufe mir einen Regenschirm. (Wem kaufe ich etwas? -> mir.) Vorsicht bei reziproken Beziehungen.

Possessivpronomen(besitzanzeigendes Fürwort): mein, dein, sein, unser, euer, ihr

Beispiel: Mein (Nominativ) Sohn hat seiner (Dativ) Tochter das Fahrrad geklaut.

Vorsicht: Das Geschlecht des Possessivpronomens muss in der 3. Person Singular mit dem Geschlecht des Bezugswortes kongruieren (übereinstimmen): Die Sache hat ihre Richtigkeit (nicht “seine”). Unser Vorgehen hat seinen Grund in Folgendem / Unsere Vorgehensweise hat ihren Grund in Folgendem (nicht “seinen”).

Demonstrativpronomen (hinweisendes Fürwort): der, dieser, jener, derjenige, derselbe

Beispiel: Dieser Mops ist der dickste Hund der Welt. Vorsicht mit dem Genitiv: Es heißt also “im August dieses Jahres” (nicht diesen Jahres) und “am 15. dieses Monats” (nicht diesen Monats).

Indefinitpronomen (unbestimmtes Fürwort): man, jemand, niemand, jeder, alle, etwas, nichts

Beispiel: Ist da jemand (Nominativ) ? Ich habe niemanden (Akkusativ) gesehen.

Interrogativpronomen (Fragefürwort): wer?, was?, welcher?, was für ein?

Beispiel: Ich höre so schlecht … wer (Nominativ) hat wem (Dativ) die Mopsleine geklaut?

Relativpronomen (bezügliches Fürwort): der, die, welche/r, wer, was

Beispiel: Der Mann, mit dessen (Genitiv) Auto der Mopsdieb geflohen ist, erstatte Anzeige an der nächsten Polizeidienststelle, die (Nominativ) keine 500 Meter vom Tatort entfernt lag.

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