Da fehlen einem doch glatt die Wurzeln …

Fast genau einen Monat wurde mein Fridolin gestern alt. Denn ungefähr vor einem Monat verließ ich mit stolzgeschwellter Brust die Gärtnerei am Marktplatz in Bad Dürkheim, im Arm ein kleines Tannenbäumchen. 16 Euro hatte Fridolin mich gekostet, aber angesichts meiner Pläne und des bevorstehenden Festes eine durchaus vertretbare Investition.

In der Hoffnung, dass ich Fridolin vielleicht auch nächstes Jahr noch verwenden oder nach überstandener Festlichkeit einpflanzen könnte, achtete ich darauf, dass er in einem Blumentopf sitzt. Etwa 50 cm hoch, strahlte er mich mit glänzenden Nadeln an und verströmte einen angenehmen Weihnachtsduft. Ein putziges Teil. Zuhause angekommen, wurde er dann auch gleich kräftig gegossen und ein wenig geschmückt, insgesamt war ich sehr stolz auf meinen Fridolin.

Doch Tage später schon merkte ich, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmte. Mochte er das gute Wasser nicht, vielleicht lieber Kakao? Sollte ich ihm Weihnachtslieder vorspielen oder, noch besser, vorsingen? Waren die Holzengel zu schwer? Irgendwie schaute Fridolin immer trauriger drein, seine Nadeln verloren von Tag zu Tag an Glanz und verteilten sich schließlich zuerst auf meiner Fensterbank und anschließend auf meinem Teppich.

Gestern war dann Schluss mit lustig, Fridolin musste operiert werden. Ich nahm mir ein Herz und befreite ihn entschlossen von seinem Blumentopf inklusive der darin enthaltenen Erde, bis mich schließlich fast der Schlag traf: Gemeine Menschen hatten Fridolin die Füße abgeschnitten und aus reiner Profitgier teuer verkauft! Wissen diese Menschen nicht, dass Fridoline ohne Füße nicht überlebensfähig sind?

Ich glaube schon. Eine Unverschämtheit. :-(

Abartig!

Weihnachtsbaeumchen vorher

Weihnachtsbäumchen vorher

weihnachtsbaeumchen nachher

weihnachtsbäumchen nachher

Share
This entry was posted in Abartiges. Bookmark the permalink.

2 Antworten auf Da fehlen einem doch glatt die Wurzeln …

  1. Ute sagt:

    Gärtnerei?
    Früher gabs solche Grausamkeiten nur bei Floristen, die haben auch Bäume aus Zweigen gebastelt, statt echte zu nehmen.

    Deshalb waren sich Gärtner und Floristen auch nie so “ganz grün”.

  2. Frank sagt:

    Ja, son Blumenladen mein ich. Wie nennt man das? Floristei? :-)

    Gärtnerei ist ja eher sowas großes.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>