Woher kommt der Schnee?

Dumme Frage, vom Himmel natürlich. Derzeit gibt es wohl kaum jemanden, der noch nicht die Schnauze voll hat von der weißen Pracht.  Betreiben wir also mal ein bisschen Etymologie, passend zum klirrend kalten Winterwetter …

Das gemeingermanische Substantiv (Englisch: snow), mittelhochdeutsch sné, althochdeutsch snéo, gotisch snaiws, schwedisch snö entspricht gleichbedeutenden Wörtern anderer indogermanischer Sprachen, z. B. russisch sneg, griechisch nípha (νíφα), lateinisch nix. Die indogermanische Wurzel *sneigh – schneien liegt auch dem ehemals starken Verb schneien zugrunde (mhd. snien, ahd./aengl. sniwan, aisl. in der unpersönlichen Form snyr (es schneit).

Die Wendung “sich freuen wie ein Schneekönig” bezieht sich auf den Zaunkönig, der auch im Winter ein sehr munterer Geselle ist (ostmitteld. im 16. Jhdt. schneeköning).

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